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Wasser

Grundwasser / Vorflut

Zu den gesetzlichen Aufgaben der LINEG (Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft) gehört auch die Regulierung von Grundwasser- und Vorflutstörungen in Bergsenkungsgebieten. Auch die Bergsenkungen des Abbaus von Cavity haben die Vorflut und den Grundwasserstand im beeinflussten Bereich verändert. Als Genosse der LINEG kommt Cavity nach dem Verursacherprinzip durch seine Beiträge für die Schäden auf, die durch den Salzbergbau verursacht worden sind. Zurzeit zahlt Cavity mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr.

Bergsenkungen ausgleichen, Grundwasser regulieren

Die Linksrheinische Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG) realisiert mit verschiedenen Teilprojekten die Regulierung von Gewässern rund um Borth und Wallach. Ziel ist es, die zu erwartenden bergbaubedingten Einflüsse auf Grundwasser, Vorflut und Regenwasserableitung auszugleichen. In anderen Bereichen, wie beispielsweise in Menzelen, wird das seit vielen Jahren so praktiziert. Die Cavity GmbH beteiligt sich gemäß der gesetzlichen Verpflichtung finanziell und mit Know-how an den Projekten.

Infrastruktur / Kanalisation

Bauarbeiter mit Warnweste in einer gesicherten Baugrube bei einer Kanalsanierung neben großen Betonrohren und quer verlaufenden Abstützstreben.
Kanalsanierung in den 1990er Jahren in Büderich

Durch die relativ geringen natürlichen Flurabstände zum Grundwasser werden Kanalisationen am Niederrhein in der Regel mit einem sehr geringen Gefälle verlegt. Dadurch kann auch der Einfluss von Bergsenkungen mit geringen Gefälleveränderungen an einer Kanalisation durchaus zu ihrer Funktionsuntüchtigkeit und Sanierungsbedarf führen.

Die Regulierung solcher bergbaubedingter Schäden an Kanalisationen erfolgt nach geltendem Recht, das auch die Abnutzung einer Kanalisation und anderer bergbaufremder Einflüsse berücksichtigt. Dazu gehören neuere Dimensionierungs- und Ausführungsvorschriften, nicht bergbaubedingte mechanische Schäden oder der Anschluss neuer Baugebiete. Kurzum: Bei alten Kanalisationen wird der Zeitwert und nicht der Neuwert ersetzt.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Wesel wurde die Kanalisation in Ginderich saniert.

Beispiel: Kanalsanierung Rheinberg-Wallach

Cavity beteiligte sich mit 1,2 Millionen Euro
Person in orange Warnjacke steht neben gestapelten braunen Kanalrohren auf einer Kanalsanierungsbaustelle in Rheinberg.
Mit diesen Rohren wurde 2012 die Kanalisation in Rheinberg-Wallach saniert
2012/2013 wurden Teile der Kanalisation in Wallach saniert. Die Cavity GmbH beteiligte sich für den durch den Salzbergbau verursachten Teil mit rund 1,2 Millionen Euro an der Sanierung. Zudem wurde ein Regenrückhaltebecken angelegt, in dem sich Oberflächenwasser aus der Salzsiedlung sammelt und versickert. Neben den in den Ortsteilen Borth und Wallach anstehenden Kanalsanierungsmaßnahmen der Stadt Rheinberg beteiligt sich Cavity an Sanierungsmaßnahmen der Kanalnetze in den linksrheinischen Teilen der Stadt Wesel. Die aktuellen Kanalbaumaßnahmen finden Sie auf der Internetseite der Stadtwerke Wesel GmbH.

Hochwasserschutz

Der ehemalige Salzbergbau wirkt sich auch auf die linksrheinischen Hochwasserschutzanlagen des Deichverbandes Duisburg-Xanten aus. In den Bereichen, wo die Deiche durch den Abbau absinken, beteiligt sich Cavity an den Kosten der Deichbaumaßnahmen. Cavity zahlt in diesen Fällen die durch den Bergbau verursachten Mehrkosten. Dabei wird eine Vergleichsrechnung zwischen der Maßnahme mit und ohne Senkungen erstellt – die Differenz übernimmt Cavity. Der Deichverband Duisburg-Xanten wird regelmäßig über die abgelaufenen und noch zu erwartenden Senkungen informiert, damit die Daten rechtzeitig in die Projektplanung der ohnehin erforderlichen Deichsanierungen einfließen können.

Die linksrheinische Deichlinie – von Rheinberg-Wallach bis Wesel-Büderich, von Wesel-Werrich über die L 460 fast bis zur B 57 ist ebenfalls vom Salzabbau der Cavity betroffen (in der Karte hellgrün). Die größten bisher an den Hochwasserschutzanlagen des Deichverbandes Duisburg-Xanten eingetretenen Senkungen liegen mit mehr als ca. 2 Meter am sog. Rheinfernen Deich. Im Raum Büderich liegen die maximalen Senkungen am Deichkörper bei rund 1,9 Meter und im Bereich Wallach bei max. ca. 1,3 Meter. Von der Rheinbrücke bis nach Wesel-Perrich hat der Salzbergbau keine Auswirkungen auf die Deichhöhe.

Mit Beginn der Ära des modernen Deichbaus (Drei-Zonen-Deiche) Mitte der 1990er Jahre werden die berechneten Endsenkungen bei den Deichbaumaßnahmen berücksichtigt. Im Gebiet des Deichverbandes Duisburg-Xanten wurden auf der linksrheinischen Seite von Wesel-Büderich bis zum Anschluss an die B 57 (dunkelgrün) bereits Drei-Zonen-Deiche gebaut. Die berechneten Endsenkungen wurden im Deichabschnitt Büderich bis zur Rheinbrücke und Werrich bis zur L 460 (rot) berücksichtigt.

Zurzeit führt der Deichverband Duisburg-Xanten Baumaßnahmen im Deichabschnitt vom Anschluss in Wesel-Büderich bis nach Ossenberg durch und plant weitere in Teilen des Rheinfernen Deiches im Raum Birten. Die für diese Bereiche von Cavity erwarteten Endsenkungen werden dabei berücksichtigt.

Deichsanierung Wallach

Die Sanierung des Wallacher Deichs zwischen Wesel-Büderich und Rheinberg-Ossenberg nimmt konkrete Formen an. Die Bauarbeiten haben in 2023 begonnen.

Der alte, rund 4,5 Kilometer lange Deich hat die Anforderungen an den Hochwasserschutz nicht mehr erfüllt und musste saniert werden. „Der neue Deich entspricht den aktuellen Vorgaben des Hochwasserschutzes, berücksichtigt die bergbaubedingten Endsenkungen und einen Sicherheitsaufschlag von 1,50 Meter Höhe“, betont der Geschäftsführer des Deichverbandes Duisburg-Xanten, Tobias Faasen. Die Gesamtkosten liegen bei mehr als 30 Millionen Euro.

80 Prozent der Deichbaukosten trägt das Land NRW. In den Bereichen, wo sich die Deiche durch den Salzbergbau senken, beteiligt sich Cavity an den Kosten der Deichbaumaßnahmen und zahlt die durch den Bergbau verursachten Mehrkosten.

Grundlage ist eine Vergleichsrechnung zwischen der Maßnahme mit und ohne Senkungen – die Differenz übernimmt Cavity.

Der Deichverlauf entspricht im Wesentlichen der Linie des bestehenden Deiches. Da der Drei-Zonen-Deich breiter und höher sein wird und anders als der Alte Deich einen Deichverteidigungsweg haben wird, wird der neue Deich zusätzliche Flächen von rund 22 Hektar in Anspruch nehmen.

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