Seit Beginn des Salzbergbaus am Niederrhein vor fast 100 Jahren senkt sich das Erdreich über den ehemaligen Abbaufeldern ab – über einem Abbaufeld bis heute um maximal ca. 4,6 Meter. Die größten Senkungsgeschwindigkeiten treten typischerweise in den ersten ein bis zwei Jahrzehnten nach dem Abbau auf. Danach nimmt die Senkungsgeschwindigkeit wieder ab – und die Erdoberfläche senkt sich noch großflächiger und gleichmäßiger. Bis heute sind – je nach Lage – bereits mehr als 90 Prozent der prognostizierten Endsenkungen an der Oberfläche eingetreten.
Über den alten Abbaufeldern der Cavity wird sich das Erdreich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nur noch um wenige Zentimeter pro Jahr senken. Diese Entwicklung ist aus den Messungen an der Oberfläche, die seit 1926 vorgenommen werden, eindeutig abzuleiten. Die Teilsenkungen sind sehr gering. Nach aktuellen Messungen liegen sie bei ca. 1 cm pro Jahr.
Die Oberfläche über den früheren Salzabbaufeldern der Cavity senkt sich vergleichsweise langsam und gleichmäßig. In den meisten Bereichen betragen die Jahresteilsenkungen bis zu maximal ca. 1 - 2 Zentimeter, in wenigen Bereichen bis zu ca. 3 - 4 Zentimeter pro Jahr und über den Cavity Baufeldern unter der Bislicher Insel um max. ca. fünf Zentimeter im Jahr. Insgesamt verlaufen alle Senkungen im Cavity Bereich seit Jahren degressiv, das heißt, die Bewegungen werden tendenziell von Jahr zu Jahr geringer. Das Abklingen dieses großflächigen Senkungsvorgangs wird allerdings noch einige Jahrzehnte dauern.
Über dem bereits im Jahre 1987 beendeten Abbau im Westfeld betrug die jährliche Teilsenkung beispielsweise maximal rund 2 Zentimeter und über dem Neuen Solfeld und den südlichen Teilen des Feldes B weniger als 4 Zentimeter. Alle übrigen Baufelder erreichen jährliche Senkungswerte von maximal ca. 1 - 2 Zentimeter.
Die größten jährlichen Teilsenkungen liegen über den jüngsten Abbaufeldern der Cavity im Bereich der Bislicher Insel. Hier hat sich das Erdreich maximal um rund fünf Zentimeter pro Jahr gesenkt. In den letzten Jahren haben sich die Senkungen durch die neuen K+S-Baufelder weiter nach Nordwesten ausgedehnt. Die Endsenkungen werden bei allen Baufeldern, mit Ausnahme des Westfeldes, maximal zwischen 3,75 Meter und 4,50 Meter liegen. Im zentralen Bereich des Westfeldes in den fast unbebauten Flächen zwischen Menzelen-Ost und Wesel-Ginderich werden die Endsenkungen in den nächsten 30 bis 50 Jahren fast 5 Meter erreichen.