Startseite > Salzbergbau am Niederrhein > Die Baufelder – Gesamtsenkungen von 1926 bis heute

Die Baufelder

Gesamtsenkungen von 1926 bis heute
Jedes Baufeld hat in Bezug auf Senkungsverlauf und -geschwindigkeit seine eigene Charakteristik. Grundsätzlich verlaufen die Bodenbewegungen über den ehemaligen Steinsalzfeldern großflächig und gleichmäßig – mit geringen jährlichen Senkungen. Bis heute wurden bis zu ca. 90 Prozent der prognostizierten Senkungen erreicht.

Ein Überblick über die Baufelder, für die Cavity zuständig ist:

1 „Ostfeld“ oder „Altes Baufeld“
Abbauzeitraum: 1926 – 1951

Einflussbereich: Das zwischen dem Salzbergwerk und Wesel-Büderich gelegene Baufeld hat seinen Senkungsschwerpunkt über der Bundesstraße 58. Hier hat sich der Boden über dem Baufeldzentrum heute um bis zu ca. 3,3 Meter gesenkt. Die größte Teilsenkung 2024/25 betrug ca. 1 cm. Bis zur Bodenruhe werden hier im Maximum ca. vier Meter erwartet.

2 „Nordfeld“
Abbauzeitraum: 1949 – 1967

Einflussbereich: Wesel-Büderich. Die maximalen Senkungen betragen hier bis heute rund drei Meter bei Jahresteilsenkungen von max. ca. 1 - 2 cm. Die Endsenkungen werden im Zentrum des Nordfeldes ca. 3,75 m betragen.

3„Westfeld“
Abbauzeitraum: 1967 – 1987

Einflussbereich: Menzelen-Ost und Wesel-Ginderich. Der Schwerpunkt liegt zwischen den Ortslagen, unter unbebautem Gebiet; hier sind bis heute die bislang größten Gesamtsenkungen mit rund 4,6 Meter aufgetreten. In bebauten Gebieten hat sich die Oberfläche bis heute um maximal ca. 2,7 Meter am südwestlichen Rand von Wesel-Ginderich (Endsenkungen hier ca. 3,6 m) und ca. 2,7 Meter im Norden von Menzelen-Ost (Endsenkungen hier ca. 3,6 m) gesenkt. Im südlichen Bereich des Westfeldes betrugen die jährlichen Teilsenkungen 2024/25 noch max. ca. 2 cm im Jahr, in nördlichen Bereichen ca. 1 cm. Im Baufeldzentrum werden die Endsenkungen max. fast fünf Meter betragen.

4 „Neues Solfeld“ und „Altes Solfeld“
Abbauzeitraum: 1966 – 1990 und 1938 – 1969

Einflussbereich: Rheinberg-Borth und Wallach (nördliche Bereiche).
Die Senkungsschwerpunkte liegen nördlich von Borth und Wallach; die maximalen Senkungen lagen hier bis heute (über unbebauten Flächen) bei ca. 2,8 bzw. 1,8 Meter. Im bebauten Bereich der Ortslagen senkte sich der Boden um maximal ca. 1,75 Meter (Borth) bzw. 1,25 Meter (Wallach). Die maximalen Teilsenkungen pro Jahr liegen bei max. ca. 3 - 4 bzw. ca. 2 cm. Die Endsenkungen werden über dem Neuen und über dem Alten Solfeld rund viereinhalb Meter betragen.

5 „Abbaufeld B“
Abbauzeitraum: 1988 – 2009 (ab 2002 K+S) bzw. 1983 – 1990

Einwirkungsbereich: Eppinghoven, Xanten-Unterbirten (östliche Ortsteile), Bislicher Insel. Die maximalen Senkungen lagen hier bis heute bei ca. 2,5 Meter südlich (landseits) und bei ca. 2,2 Meter nördlich (wasserseits) des rheinfernen Deiches. Die größten jährlichen Teilsenkungen 2024/25 über dem Feld B betrugen ca. 4 cm, die maximalen Endsenkungen werden hier bis zum Erreichen der Bodenruhe ca. 3,75 m betragen.

6 „Abbaufeld C“
Abbauzeitraum: seit 2005 von K+S betrieben

Einwirkungsbereich: nördlich von Xanten-Unterbirten, Bislicher Insel. Bis heute senkte sich die Oberfläche unter der Bislicher Insel hier um bis zu ca. 2,2 Meter. Die größten jährlichen Teilsenkungen 2024/25 betrugen über Feld C bis zu ca. 12 cm, die Endsenkungen werden in längerer Zeit max. ca. 3,75 Meter erreichen.

In der Abbildung sind alle Baufelder der K+S und Cavity, die beeinflussten Ortslagen dargestellt. Die aus dem Abbau resultierenden, prognostizierten Endsenkungen in cm wurden als Linien gleicher Endsenkungen berechnet und in lila dargestellt. Die gemessenen Gesamtsenkungen bis heute der einzelnen Baufeldzentren sind in der nachfolgenden Beschreibung und in der Abbildung in rot gekennzeichnet.
Cavity
© 2025 Cavity GmbH