Die Baufelder – Gesamtsenkungen von 1926 bis 2016

Jedes Baufeld hat in Bezug auf Senkungsverlauf und -geschwindigkeit seine eigene Charakteristik. Grundsätzlich verlaufen die Bodenbewegungen über den ehemaligen Steinsalzfeldern großflächig und gleichmäßig – mit geringen jährlichen Senkungen. Bis heute wurden bis zu 80 Prozent der prognostizierten Senkungen erreicht.

Ein Überblick über die Baufelder, für die Cavity zuständig ist:

1 „Ostfeld“ oder „Altes Baufeld“
Abbauzeitraum: 1926 – 1951
Einwirkungsbereich: Das zwischen dem Salzbergwerk und Wesel-Büderich gelegene Baufeld hat seinen Senkungsschwerpunkt über der Bundesstraße 58. Hier hat sich der Boden über dem Baufeldzentrum bis Mitte 2016 um bis zu 3,1 Meter gesenkt. Die größte Teilsenkung 2015/6 betrug weniger als 2 cm. Bis zur Bodenruhe werden hier im Maximum ca. vier Meter erwartet.

2 „Nordfeld“
Abbauzeitraum: 1949 – 1967
Einwirkungsbereich: Wesel-Büderich. Die maximalen Senkungen betragen hier bis Mitte 2016 rund 2,75 Meter bei Jahresteilsenkungen von max. ca. 2,5 cm. Die Endsenkungen werden im Zentrum des Nordfeldes ca. 3,75 m betragen.

3 „Westfeld“
Abbauzeitraum: 1967 – 1987
Einwirkungsbereich: Menzelen-Ost und Wesel-Ginderich. Der Schwerpunkt liegt zwischen den Ortslagen, unter unbebautem Gebiet; hier sind bis Mitte 2016 die bislang größten Gesamtsenkungen mit fast 4,5 Meter aufgetreten. Unterhalb der bebauten Gebiete hat sich die Oberfläche bis Mitte 2016 um maximal ca. 2,5 Meter am südwestlichen Rand von Wesel-Ginderich (Endsenkungen hier ca. 3,6 m) und etwas mehr als ca. 2,2 Meter im Norden von Menzelen-Ost (Endsenkungen hier ca. 3,6 m) gesenkt. Im südlichen Bereich des Westfeldes betrugen die Teilsenkungen 2015 / 6 noch max. ca. 3 cm im Jahr, in nördlichen Bereichen weniger als 2 cm. Im Baufeldzentrum werden die Endsenkungen max. rund fünf Meter betragen.

4 „Neues  Solfeld“ und „Altes Solfeld“
Abbauzeitraum: 1966 – 1990 und 1938 – 1969
Einwirkungsbereiche: Rheinberg-Borth und Wallach (nördliche Bereiche).
Die Senkungsschwerpunkte liegen nördlich von Borth und Wallach; die maximalen Senkungen lagen hier Mitte 2016 (über unbebauten Flächen) bei ca. 2,5 bzw. 1,6 Meter. Im bebauten Bereich der Ortslagen senkte sich der Boden um maximal etwas mehr als einen Meter. Die maximalen Teilsenkungen pro Jahr liegen bei max. ca. 3 bzw. 2 cm. Die Endsenkungen werden über dem Neuen rund viereinhalb und über dem Alten Solfeld rund vier Meter betragen.

5 „Abbaufeld B“
Abbauzeitraum: 1988 – 2009 (ab 2002 esco) bzw. 1983 – 1990
Einwirkungsbereich: Eppinghoven, Xanten-Unterbirten (östliche Ortsteile), Bislicher Insel. Die maximalen Senkungen lagen hier Mitte 2016 bei ca. 2 Meter südlich (landseits) und bei bis zu 1,7 Meter nördlich (wasserseits) des rheinfernen Deiches. Die größten Teilsenkungen 2015/6 betrugen südlich des rheinfernen Deiches ca. 6 cm, die maximalen Endsenkungen werden hier bis zum Erreichen der Bodenruhe ca. 3,75 m betragen.

6 „Abbaufeld C“
Abbauzeitraum: seit 2005 von esco betrieben
Einwirkungsbereich: nördlich von Xanten-Unterbirten, Bislicher Insel. Bis Mitte 2016 senkte sich die Oberfläche unter der Bislicher Insel hier um bis zu 1,5 Meter. Die größten Teilsenkungen 2015/6 betrugen hier im Übergangsbereich der Felder B und C ca. 14 cm, die Endsenkungen werden max. ca. 3,75 Meter betragen.

7 „Südwestfeld“
Abbauzeitraum: 2007 – 2008 bzw. ab 2010 betrieben von esco
Die Auswirkungen der kleinen, nah am Schacht gelegenen Abbaufelder sowie des Reservefeldes A von esco sind so gering, dass diese im Gesamtsenkungsplan kaum zu erkennen sind.

In der Abbildung sind alle Baufelder der esco und Cavity sowie die beeinflussten Ortslagen dargestellt. Die aus dem Abbau resultierenden, prognostizierten Endsenkungen in cm wurden als Linien gleicher Endsenkungen berechnet und in rot dargestellt. Die gemessenen Gesamtsenkungen bis Mitte 2016 der einzelnen Baufeldzentren sind in der nachfolgenden Beschreibung und in der Abbildung in grün gekennzeichnet.

In der Abbildung sind alle Baufelder der esco und Cavity sowie die beeinflussten Ortslagen dargestellt. Die aus dem Abbau resultierenden, prognostizierten Endsenkungen in cm wurden als Linien gleicher Endsenkungen berechnet und in rot dargestellt. Die gemessenen Gesamtsenkungen bis Mitte 2016 der einzelnen Baufeldzentren sind in der nachfolgenden Beschreibung und in der Abbildung in grün gekennzeichnet.

 

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